Der Museumsverein Pinkafeld lädt herzlich ein!

 

Filmvorführung "Pinkafeld in den 1950er Jahren"

Ort: Weinhof Szemes

Termine: 30.9 und 1.10. jeweils um 18:30 Uhr

 

Nähere Details entnehmen Sie bitte dem Folder: Folder Filmvorführung

 

 

 

 

Lange Nacht der Museen

Ort: Stadt-, Tuchmacher- und Feuerwehrmuseum Pinkafeld

Termin: 2.10. ab 18 Uhr bis 1 Uhr früh

Special: Livemusik mit Flex von 20 bis 22:30 Uhr

 

Nähere Details entnehmen Sie bitte dem Folder: Folder Lange Nacht der Museen

 

 

 

 

 

Eröffnung des Pinkafelder Geisterpfades

Ort: Stadt-, Tuchmacher- und Feuerwehrmuseum Pinkafeld

Termin: 9.10. jeweils um 18 Uhr

Special: Besuch ausgewählter Stationen des Geisterpfades im Stadtgebiet (ab 19 Uhr)

 

Nähere Details entnehmen Sie bitte dem Folder: Folder Geisterpfad Pinkafeld

 

 

Sonderausstellung "100 Jahre Burgenland - 50 Jahre Briefmarkensammlerverein Pinkafeld"

Am 4. September eröffneten Landtagsabgeordnete Elisabeth Trummer und Bürgermeister Kurt Maczek unter Beisein von Landtagsabgeordneter Carina Laschober-Luif und anderer Mitglieder des Gemeinderates die Sonderausstellung, die vom Museumsverein Pinkafeld und vom Briefmarkensammlerverein Pinkafeld gestaltet wurde.

 Im sogenanntem Videoraum im Bereich des Tuchmachermuseums sind Kopien einzigartiger Zeitdokumente aus der Entstehungszeit des Burgenlandes ausgestellt. So existierte für kurze Zeit im Spätsommer/Herbst 1921 der vom Freischärlerführer Pál Prónay in Oberwart ausgerufene Staat Lajtabánság (Leithababat). Um von der Welt anerkannt zu werden, gaben die Freischärler mehrere Sätze von Briefmarken heraus. Sämtliche dieser Briefmarken sind in Kopie im Videoraum mit entsprechenden Erklärungen ausgestellt.

Im Sonderausstellungsraum sind neben der Geschichte des Briefmarkensammlervereines Pinkafeld auch Epochen der Stadtgeschichte dokumentiert. Neben einem Stadtplan aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, in dem die baulichen Vorhaben der Nationalsozialisten wie die Errichtung einer Paradestraße quer durch die Stadt oder der Bau großer Siedlungen für deutschstämmige Aussiedler aus Südtirol und anderer Länder dokumentiert sind, gibt es auch tragische Zeugnisse über die Opfer des Nationalsozialismus zu sehen. So sind die Schicksale zweier Pinkafelder Mädchen beschrieben, die Opfer der NS-Kindereuthanasie wurden. Es sind auch zwei Briefe ausgestellt, welche eine nach Szombathely ausgewanderte Pinkafelder Jüdin namens Elsa Fürst an Ernö Träger jenem ungarischen Beamten aus Pinkafeld geschrieben hat, der im Universum-History-Film "Das Burgenland - Ein Grenzfall" portraitiert wurde. Elsa Fürst bittet Träger darin, die Ausreise ihrer Mutter nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten nach Ungarn zu ermöglichen. Elsa Fürst wurde zusammen mit ihrer vierjährigen Tochter Eva im Juli 1944 mit einem der letzten Transporte in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort vergast. An sie und alle anderen Opfer erinnert seit einiger Zeit ein Denkmal im Herzen unserer Stadt.

 

Der Museumsverein Pinkafeld und der Briefmarkensammelverein Pinkafeld bedanken sich bei allen Besucherinnen und Besucher der Ausstellungseröffnung! Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Stadtkapelle Pinkafeld, die für die musikalische Umrahmung der Sonderausstellung sorgte, sowie an die Stadtgemeinde Pinkafeld, welche für die Bereitstellung der Speisen und Getränke für die Besucher der Ausstellungseröffnung sorgte!

 

Museumsvereinsobmann Rudolf Köberl mit den Landtagsabgeordneten Carina Laschober-Luif, Bgm. Kurt Maczek und Elisabeth Trummer, sowie Mitgliedern des Gemeinderates

 

Im Zuge der Ausstellungseröffnung wurden verdienstvolle Mitglieder des BSV Pinkafeld vom Präsidenten des Verbandes Österreichischer Philatelistenvereine, Helmut Kogler, geehrt.

BSV-Obmann Herman Wolfahrt überreicht Museumsvereinsobmann Rudolf Köberl eine großformatige Darstellung der Sondermarken, welche anlässlich der Ausstellungseröffnung herausgegeben wurden.

Die Stadtkapelle Pinkafeld sorgte für die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier

Briefe der Elsa Fürst an Ernö Träger

 

Ein Stadtplan aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zeigt, wie die Nationalsozialisten Pinkafeld umgestalten wollten

 

Einer der Briefmarkensätze des Staates Leithabanat

Ab sofort stehen auf Google Maps 360 Grad-Bilder unseres Museums zur Verfügung, sodass es nun möglich ist, die Räumlichkeiten des Stadtmuseums Pinkafeld auch virtuell zu besuchen. Durch Klick auf das Bild kommt man zur jeweiligen 360-Grad-Darstellung:

 

 

 

 

 

Die Mitglieder des Museumsvereins erhielten bereits 2020 für ihre Kulturmappe den Bericht

 

"Endkämpfe im Bezirk Oberwart 1945"

 

 

Auf 10 Seiten beschreibt unser Vorstandsmitglied Heinz Bundschuh die Endkämpfe 1945 in der Nordhälfte des damaligen Kreises Oberwart:

"Die ersten Soldaten, die Oberwart bzw. Pinkafeld erreichten, gehörten wahrscheinlich der sowjetischen 68. Garde-Schützen-Division an, welche an der Spitze des XXX. Schützen-Korps marschierte und die bis zum Abend des 5. Aprils bis nach Pinkafeld vorstieß, während Teile der bei den Kämpfen um Rechnitz eingesetzten 36. Garde-Schützen-Division am Nachmittag des 5. April noch damit beschäftigt waren, versprengte deutsche Restgruppen auszuschalten.23 Am Vormittag des 6. April setzten sich auch die Masse der 36. Garde-Schützen-Division und die dahinter folgende 155. Schützen-Division in Marsch, von denen Teileinheiten dann im Laufe des Tages den Raum Oberwart/St. Martin in der Wart in Richtung Pinkafeld durchschritten. Das XXX. Schützen-Korps hielt sich nicht lange im Bereich Oberwart – Pinkafeld auf, weil es den Befehl hatte, über Friedberg tief in die nördliche Oststeiermark vorzudringen und das südliche Wechselgebiet zu besetzen. Für den Großraum Pinkafeld - Oberwart waren hingegen Teile des nachrückenden sowjetischen CXXXV. Schützen-Korps (bestehend aus 74., 151. und 236. Schützen-Division) vorgesehen." 

Die Operation "Frühlingserwachen" März 1945

 

Die Arbeit steht ab sofort hier als kostenloser Download zur Verfügung (Volumen ca. 0,8 MB): 

Endkämpfe im Bezirk Oberwart 1945

 

Im Feuerwehrmuseum wird mittels moderner Präsentationstechnik (Touchscreen-Bildschirme und Wandsegeln) und anhand zahlreicher Objekte (Saug- u. Druckspritze, Dampfspritze, Motorspritzen, Einsatzbekleidungen ...) die Geschichte der ältesten Feuerwehr des Burgenlandes (gegründet 1871) dargestellt.

 

Feuerwehrmuseum Neu

Anlässlich des 145 – jährigen Gründungsjubiläums der ältesten Feuerwehr des Burgenlandes wurde das Feuerwehrmuseum komplett renoviert und mit zusätzlichen Objekten erweitert sowie mit modernen Präsentationstechniken neu gestaltet.

Der Großteil der Objekte, u. a. der Hydrophor, die Dampfspritze, die Motorspritzen sowie das Votivbild von Leopold Kupelwieser, sind im Museum verblieben und wurden neu aufgestellt. Die Vitrinen wurden moderner und attraktiver gestaltet und mit Objekten und Fotos ergänzt, die nun erstmals ausgestellt werden.

Neu ausgestellt sind im Museum neben diversen Geräten und Werkzeugen historische und aktuelle Einsatzbekleidungen und Helme der Feuerwehr. Moderne Wandtafeln präsentieren die Geschichte der Feuerwehr, spektakuläre Großeinsätze und verschiedenste Veranstaltungen in Bild und Text. Natürlich dürfen zahlreiche Mannschaftsfotos aus den letzten 145 Jahren nicht fehlen.

Neu sind des Weiteren zwei Touchscreen-Monitoren, wo die Besucher selbst aus verschiedensten Inhalten wählen können. Hier werden zahlreiche historische Filme über die verschiedensten Aktivitäten der Stadtfeuerwehr sowie aktuelle Informationen und Einsatzberichte der letzten Jahre gezeigt. Außerdem können die Besucher auf den Monitoren alle Ausgaben der Pinkafelder Feuerwehrzeitung „Florian“ nachlesen sowie zahlreiche Fotos und Dokumente aus der langen und abwechslungsreichen Geschichte abrufen.

Die Planung und die Gestaltung des neuen Schauraumes wurden vom Vorstand des Museumsvereins Pinkafeld in Zusammenarbeit mit der Stadtfeuerwehr Pinkafeld durchgeführt. 

Die Prunkstücke des wohl am schönsten gestalteten Raumes des Museums sind die handgezogene Saug- und Druckspritze (Hydrophor) aus dem Jahr 1869, die Dampfspritze aus 1909, die Benzinmotorspritze, Baujahr 1935, und die Motorspritze der Betriebsfeuerwehr Putsch.

Das Votivbild mit Inschrift vom bekannten Künstler der Biedermeierzeit Leopold Kupelwieser wurde von Gräfin Franziska Batthyány für die katholische Pfarrkirche aus Dankbarkeit für die rechtzeitige Entdeckung eines Brandes im Pinkafelder Schloss im Jahre 1852 gestiftet.

 

Spritzen und Geräte

Ausgestellt sind einige seltene Exponate, die von den Pinkafelder Feuerwehrleuten in unzähligen Arbeitsstunden restauriert wurden:

  • Handgezogene Saug- und Druckspritze (Hydrophor) aus dem Jahr 1868: Ist das älteste Gerät, das von der Marktgemeinde Pinkafeld bereits drei Jahre vor der Gründung der Feuerwehr angeschafft wurde.

 

  • Dampfspritze, Baujahr 1909: Von diesem Modell gibt es in ganz Österreich nur mehr ein paar Stück. Der Kaufpreis, der rund 8.500 Kronen betragen hat, wurde von der Gemeinde und der Pinkafelder Bevölkerung aufgebracht. Gezogen wurde die Spritze von einem pferdebespannten Wagen, der Kessel fasst 80 l, Dampfmaschine mit 23 PS, Leistung der Pumpe: 800-1000l/min bei 10 bar, Erzeuger: Fa. Czermack und Union, Baujahr 1909. Diese Dampfspritze war damals die höchste technische Errungenschaft.

 

  • Motorspritze, Baujahr 1935, mit Schläuchen und Kupplungen: Die Pinkafelder Feuerwehr war die erste Wehr des Burgenlandes, die eine solche Spritze angeschafft hat.

 

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