Der Pinggauer Florian Schreiner verfasste im Jahr 2017 als Schüler des BRG Oberschützen eine vorwissenschaftliche Arbeit zum Thema

 

"Die Wechselregion im 2. Weltkrieg"

 

 

Auf 32 Seiten beschreibt Florian Schreiner die Auswirkungen des 2. Weltkrieges auf die Wechselregion.

Die Arbeit umfasst auch die Beschreibung der Situation in der Oststeiermark vor dem Anschluss bzw. am Vorabend des 2. Weltkrieges.

Schreiner geht ausführlich auf das Jahr 1941 ein, als sich während des Jugoslawienfeldzuges Adolf Hitler, Hermann Göring und andere Vertreter der Führungsspitze des Deutschen Reiches in Sonderzügen in den Tunneln der Aspang-Bahn aufhielten.

Ein Kapitel ist auch dem Luftkrieg über dem Wechselgebiet gewidmet, der ab 1943 zu ersten Verlusten bei der Zivilbevölkerung in der Region führte.

Den Abschluss der Arbeit stellt die Beschreibung der Kampfhandlungen dar, die sich ab April 1945 durch den Einmarsch der Roten Armee ergaben. 

 

Florian Schreiner ist Spieler des SC Pinkafeld

Florian Schreiner spricht am Ende seiner Arbeit auch das Verhalten der Soldaten der Roten Armee gegenüber der Zivilbevölkerung an. Er geht dabei auch auf die Thematik der Vergewaltigungen ein, die jahrzehntelang als absolutes Tabuthema galt. Dazu ist ergänzend zu sagen, dass Historiker in ihren Schätzungen von bis zu 200.000 Vergewaltigungsfällen in Ostösterreich, begangen durch Soldaten der Roten Armee, ausgehen.

Ohne jetzt diese Verbrechen, die oft ein lebenlanges Trauma für die Opfer bedeuteten oder sogar zu deren Tod führten, entschuldigen oder verharmlosen zu wollen, ist hier auch anzuführen, dass die deutsche Eroberungs- und Besatzungspolitik in der Sowjetunionen Millionen von Toten unter der dortigen Zivilbevölkerung forderte. Mit diesem Wissen, dazu aufgestachelt durch die sowjetische Kriegsproganda, betraten die Soldaten der Roten Armee, österreichischen, oder genauer gesagt, deutschen Boden. Die hiesige Zivilbevölkerung musste oft die Rechnung für Verbrechen bezahlen, die im deutschen Namen in der Sowjetunion angerichtet worden waren. Die Rote Armee trug mit mehr als 10 Millionen gefallenen oder in der Kriegsgefangenschaft verstorbenen Soldaten die Hauptlast des Kampfes gegen den nationalsozialistischen Unrechtsstaat, der auf deutschem Boden zum Teil mit großer Unterstützung der Bevölkerung errichtet worden war. Allein die Endkämpfe in Österreich kosteten ca. 26.000 Angehörigen der Roten Armee das Leben.

Die Arbeit steht hier als kostenloser Download zur Verfügung (Volumen ca. 1,5 MB): 

Die Wechselregion im 2. Weltkrieg