Pinkafelder Geisterpfad

Ein geheimnisvolles Glöckchen; ein strafender Heiliger; ein Leichenschuster; ein Fenster, das stets geschlossen ist; ein aufgeknüpfter Räuberhäuptling; ein Teufel, der zum Tanz lädt; ein grüngekleideter Kobold und ein feuriger Reiter – Pinkafeld ist eine Stadt mit Geschichte(n). Der Pinkafelder Geisterpfad macht lokale Sagen zum Hör-Erlebnis.

Spazieren Sie entlang der geschichtsträchtigen Orte und tauchen Sie in die Vergangenheit und die Welt der Geister ein.

Acht Stationen werden von einem Kobold der Grünjankerl-Familie bewacht und sind mit einem QR-Code versehen.

 

 

 

Route des Geisterpfades

 

 

 

Der Museumsverein Pinkafeld lädt herzlich ein!

   

Nationalfeiertag, 26.10.

Ort: Stadt-, Tuchmacher- und Feuerwehrmuseum Pinkafeld

Öffnungszeiten: 14 bis 17 Uhr

 

 

 

Die Mitglieder des Museumsvereins erhielten bereits 2020 für ihre Kulturmappe den Bericht

 

"Endkämpfe im Bezirk Oberwart 1945"

 

 

Auf 10 Seiten beschreibt unser Vorstandsmitglied Heinz Bundschuh die Endkämpfe 1945 in der Nordhälfte des damaligen Kreises Oberwart:

"Die ersten Soldaten, die Oberwart bzw. Pinkafeld erreichten, gehörten wahrscheinlich der sowjetischen 68. Garde-Schützen-Division an, welche an der Spitze des XXX. Schützen-Korps marschierte und die bis zum Abend des 5. Aprils bis nach Pinkafeld vorstieß, während Teile der bei den Kämpfen um Rechnitz eingesetzten 36. Garde-Schützen-Division am Nachmittag des 5. April noch damit beschäftigt waren, versprengte deutsche Restgruppen auszuschalten.23 Am Vormittag des 6. April setzten sich auch die Masse der 36. Garde-Schützen-Division und die dahinter folgende 155. Schützen-Division in Marsch, von denen Teileinheiten dann im Laufe des Tages den Raum Oberwart/St. Martin in der Wart in Richtung Pinkafeld durchschritten. Das XXX. Schützen-Korps hielt sich nicht lange im Bereich Oberwart – Pinkafeld auf, weil es den Befehl hatte, über Friedberg tief in die nördliche Oststeiermark vorzudringen und das südliche Wechselgebiet zu besetzen. Für den Großraum Pinkafeld - Oberwart waren hingegen Teile des nachrückenden sowjetischen CXXXV. Schützen-Korps (bestehend aus 74., 151. und 236. Schützen-Division) vorgesehen." 

Die Operation "Frühlingserwachen" März 1945

 

Die Arbeit steht ab sofort hier als kostenloser Download zur Verfügung (Volumen ca. 0,8 MB): 

Endkämpfe im Bezirk Oberwart 1945

 

 

Sonderausstellung "100 Jahre Burgenland - 50 Jahre Briefmarkensammlerverein Pinkafeld"

Am 4. September eröffneten Landtagsabgeordnete Elisabeth Trummer und Bürgermeister Kurt Maczek unter Beisein von Landtagsabgeordneter Carina Laschober-Luif und anderer Mitglieder des Gemeinderates die Sonderausstellung, die vom Museumsverein Pinkafeld und vom Briefmarkensammlerverein Pinkafeld gestaltet wurde.

 Im sogenanntem Videoraum im Bereich des Tuchmachermuseums sind Kopien einzigartiger Zeitdokumente aus der Entstehungszeit des Burgenlandes ausgestellt. So existierte für kurze Zeit im Spätsommer/Herbst 1921 der vom Freischärlerführer Pál Prónay in Oberwart ausgerufene Staat Lajtabánság (Leithababat). Um von der Welt anerkannt zu werden, gaben die Freischärler mehrere Sätze von Briefmarken heraus. Sämtliche dieser Briefmarken sind in Kopie im Videoraum mit entsprechenden Erklärungen ausgestellt.

Im Sonderausstellungsraum sind neben der Geschichte des Briefmarkensammlervereines Pinkafeld auch Epochen der Stadtgeschichte dokumentiert. Neben einem Stadtplan aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, in dem die baulichen Vorhaben der Nationalsozialisten wie die Errichtung einer Paradestraße quer durch die Stadt oder der Bau großer Siedlungen für deutschstämmige Aussiedler aus Südtirol und anderer Länder dokumentiert sind, gibt es auch tragische Zeugnisse über die Opfer des Nationalsozialismus zu sehen. So sind die Schicksale zweier Pinkafelder Mädchen beschrieben, die Opfer der NS-Kindereuthanasie wurden. Es sind auch zwei Briefe ausgestellt, welche eine nach Szombathely ausgewanderte Pinkafelder Jüdin namens Elsa Fürst an Ernö Träger jenem ungarischen Beamten aus Pinkafeld geschrieben hat, der im Universum-History-Film "Das Burgenland - Ein Grenzfall" portraitiert wurde. Elsa Fürst bittet Träger darin, die Ausreise ihrer Mutter nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten nach Ungarn zu ermöglichen. Elsa Fürst wurde zusammen mit ihrer vierjährigen Tochter Eva im Juli 1944 mit einem der letzten Transporte in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort vergast. An sie und alle anderen Opfer erinnert seit einiger Zeit ein Denkmal im Herzen unserer Stadt.

 

Der Museumsverein Pinkafeld und der Briefmarkensammelverein Pinkafeld bedanken sich bei allen Besucherinnen und Besucher der Ausstellungseröffnung! Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Stadtkapelle Pinkafeld, die für die musikalische Umrahmung der Sonderausstellung sorgte, sowie an die Stadtgemeinde Pinkafeld, welche für die Bereitstellung der Speisen und Getränke für die Besucher der Ausstellungseröffnung sorgte!

 

Museumsvereinsobmann Rudolf Köberl mit den Landtagsabgeordneten Carina Laschober-Luif, Bgm. Kurt Maczek und Elisabeth Trummer, sowie Mitgliedern des Gemeinderates

 

Im Zuge der Ausstellungseröffnung wurden verdienstvolle Mitglieder des BSV Pinkafeld vom Präsidenten des Verbandes Österreichischer Philatelistenvereine, Helmut Kogler, geehrt.

BSV-Obmann Herman Wolfahrt überreicht Museumsvereinsobmann Rudolf Köberl eine großformatige Darstellung der Sondermarken, welche anlässlich der Ausstellungseröffnung herausgegeben wurden.

Die Stadtkapelle Pinkafeld sorgte für die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier

Briefe der Elsa Fürst an Ernö Träger

 

Ein Stadtplan aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zeigt, wie die Nationalsozialisten Pinkafeld umgestalten wollten

 

Einer der Briefmarkensätze des Staates Leithabanat

Ab sofort stehen auf Google Maps 360 Grad-Bilder unseres Museums zur Verfügung, sodass es nun möglich ist, die Räumlichkeiten des Stadtmuseums Pinkafeld auch virtuell zu besuchen. Durch Klick auf das Bild kommt man zur jeweiligen 360-Grad-Darstellung: